3. Mai 2020 Von bvollmer Aus

Gartenschlau 2020

Servus und Hallo liebe Freundinnen und Freunde,

in diesem Beitrag, der ziemlich versetzt zum letzten Beitrag Ende März veröffentlich wird, möchte ich einige Änderungen und Vorhaben bekannt geben. Nicht alle, jedoch einige davon.

2019 hatte ich, wie auch 2018 schon viel vor, was ich mit Gartenschlau erreichen und machen wollte.

Aus beruflicher Sicht und damit verbunden zeitlicher Sicht, konnte ich diese Punkte so nicht umsetzen, wie ich es mir nennen wir es nebenberuflich, nicht so angehen wir gedacht. Dazu kam die Sanierung unseres Hauses, welche einen geradezu nicht komplett einschätzbaren Zeitbedarf in Anspruch genommen hat. Immerhin muss dabei bedacht werden, dass das Haus bald 100 Jahre alt ist und somit weit mehr als doppelt solange existent ist als die Renovieren. Ok, zugegeben der Elektriker hätte es fast geschafft bei der Grundsteinlegung dabei zu sein, aber er kann froh sein, dass es nicht der Fall war, weil geschichtlich betrachtet sind in der Zeit, als das Haus entstand einige weniger schöne Ereignisse über das Land gekommen.

Wohin soll die Reise mit Gartenschlau gehen?

Die Idee ist, dass ich meine bisherigen Lebenserfahrungen festhalten will, damit jungen Menschen, dass erspart bleibt, was andere und ich über Jahre erst lernen mussten. Ausserdem würde ich gerne Empfehlungen geben, was aus meiner Sicht besser ist, dass die Menschheit sich schneller entwickelt kann. Weil eines konnte ich über die letzten Jahre lernen, wir können nur weiterkommen, wenn wir zusammenarbeiten und uns gegenseitig Verständnis entgegen bringen. Das überall rausposaunte Teamwork ist wichtig, wird leider in vielen Unternehmen einfach nicht gelebt.

Meist heisst es jeder gegen jeden, was ich persönlich sehr schade finde, weil nur wenn wir wirklich zusammenarbeiten können wir weit mehr schaffen. Der einzelne Mensch ist in vielen Punkten extrem egoistisch geprägt. Vor Allem wenn es darum geht anderen zu zeigen was er für ein toller Hecht ist. Obwohl der einzelne in der Summe gesehen eher wiederum in der Masse untergeht.

Nur so als Grundgedanke und Philosophieansatz für die Zukunft. Überlegt einmal wie viele Nationen daran arbeiten Technologien zu entwickeln, um anderen Voraus zu sein. Jeder für sich. Wir weit könnten wir sein, wenn alle Nationen ihr Wissen zusammentragen würden, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. So schiebt die eine Nation ihren Müll von A nach B. Statt selbst dafür zu sorgen, dass der Müll garnicht erst entsteht. Jedoch sobald es um das Thema Geld geht, ist alles egal. Jetzt haben wir es immerhin geschafft, dass wir global betrachtet ein gemeinsamen Problem haben, dass zumindest auf den Mensch bezogen, dazu führt, dass nur gemeinsam gelöst werden kann. Jedoch aus der bisherigen Erziehung und Denkweise so nicht gelöst werden kann. Umweltthemen, Ressourcenverschwendung, Frieden und soziale Probleme benötigen ein Umdenken und das auf allen Ebenen.

Genau hier will ich ansetzen.

Und wie soll dies gehen? Klar im Bereich Garten bzw. besser im Bereich Natur und Pflanzen. Warum?

Weil genau das die Themen sind, die uns alle zurück zu unseren Wurzeln bringen sollen. “Back to the roots”. Wir müssen uns mehr den den wichtigen Themen befassen. Die Natur, das Mensch sein, dafür sorgen, dass uns nicht der Sauerstoff aufgeht, dass wir die Natur mehr wertschätzen, dass wir die Zeit welche wir auf diesem Planten verbringen möglichst so einsetzen, dass auch andere Genrationen etwas davon haben.

Doch was haben wir bisher erreicht? Wir haben den Planeten verseucht, zerstören Wiesen, Felder und Wälder. Töten in Massen Tiere und Pflanzen und das zum größten Teil sogar in der Form, dass zu viel Produziert wird, was gar nicht benötigt wird, nur weil Massenproduktion günstiger ist, als qualitativ hochwertig. Wie sinnfrei ist, dass den? Das sich einzelne überhaupt anmaßen dürfen, den Planeten auszuschlachten, rein aus Profitgier und der Rest, der deutlich größere Rest lässt das zu?

Wozu brauchen wir die ganzen chemischen Zusätze, die nach und nach immer mehr in unseren Lebensmitteln landen?

Wozu brauchen wir künstliches im Garten, um natürliches zu haben?

Ist das ganze nicht einwenig schräg, wenn nicht sogar gefährlich?

Wir züchten Pflanzen und Tiere, die immer besser sein sollen, als das was es schon gibt, um am Ende das auszurotten, was bereits vorhanden war?

Das Thema Natur, Umwelt, Pflanzen und Tiere bekommt einen immer niedrigeren Stellenwert in der Gesellschaft, so dass es wirklich schon gruselig ist.

Das gleiche gilt auch für die Berufe im Gartenbau. Der einfache Gärtner oder Landwirt, hat kaum noch eine Chance zu überleben. Die Frage ist warum haben so unnatürliche Bereiche wir IT, Mobilität und Stadtleben so einen hohen Stellenwert im Vergleich zu den Berufen, die dafür sorgen, dass wir etwas zu Essen und Leben haben.

Ins Internet kann man nicht beissen, in ein Handy zwar schon und in ein Auto auch, doch satt macht es nicht.

Gleichzeitig werden Nahrungsmittel in Masse angebaut, mit Pflanzenschutzmitteln/Medikamenten marktgerecht und “gesund” gehalten. Egal ob Tier under Pflanze. Und mit Mitarbeitern im unteren Lohnbereich bewirtschaftet, nur damit am Ende Masse für billig vorhanden ist. Darüberhinaus überlegt sich die Industrie Methoden, das was in Masse vorhanden ist, noch weiter zu strecken, damit der Genuss künstlich besser schmeckt und mehr Geld abwirft.

Das ganz klingt sicher sehr dramatisch, aber genau das ist es. Warum wurde uns zu Beginn des Studiums gesagt, dass uns klar sein muss, dass wir das interessanteste, vielseitigste und essentiellste Studium angehen, uns jedoch nie mehr als einen VW Passat leisten können.

Kein Wunder wollen immer weniger Gärtner/-in als Beruf wählen. Genau da möchte ich ansetzen, dass der Beruf Gärtner wieder einen höheren Stellenwert gewinnt. Das Pflanzen und die gesamte Natur mit ihrer ganzen Vielfalt wieder einen größeren Teil in unserem Leben einnimmt. Bei vielen kommt die Naturbezogenheit erst im Alter, aber statistisch 40, wieder mehr in den Lebensmittelpunkt. Doch es sind genau die jungen Menschen, die sich mehr für Natur und Umwelt interessieren sollten.

Kennt Ihr den Begriff Omapflanze?

Das verdeutlicht doch genau die Alterslücke zwischen dem neugierigen Kind, dass Blumen, große Bäume, Schmetterlinge und Tiere noch mit Begeisterung entdeckt. Dann kommt der Gap und der Ende erst nach vielen Jahren der irdischen Ausbeutung. Schon komisch.

Ich möchte mit Gartenschlau erreichen, dass sich mehr für das Thema das Tier bzw. die Blume in Dir interessieren. Denn über die vielen Jahre vor unserer Zeit wurde uns der Naturgedanke aus der Seele gepeitscht. Doch wir sind nun einmal nichts anderes als ein Teil der Natur.

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